Im Angebot steht eine Summe für Einrichtung und Lizenz. Über fünf Jahre gerechnet ist das oft weniger als ein Drittel dessen, was der Shop tatsächlich kostet.
Zahlungsgebühren
Der größte laufende Posten neben dem Wareneinsatz. Üblicherweise ein Prozentsatz des Umsatzes plus ein fester Betrag je Vorgang, unterschiedlich je Zahlungsart.
Zwei Punkte dazu: Die Konditionen sind verhandelbar, besonders ab bestimmten Volumina. Und wenn eine Agentur einen bestimmten Anbieter empfiehlt, lohnt die Frage, ob sie daran mitverdient. Das ist branchenüblich und in Ordnung – es gehört nur auf den Tisch.
Erweiterungen
Newsletter, Bewertungen, Marktplatzanbindung, Versandetiketten, Buchhaltungsschnittstelle. Einzeln überschaubar, in Summe ein spürbarer Jahresbetrag.
Wichtiger als der Preis ist die Struktur: Die meisten Erweiterungen werden jährlich lizenziert. Wer nicht weiterzahlt, bekommt keine Aktualisierungen mehr – und betreibt damit auf Dauer eine bekannte Schwachstelle.
Hosting
Ein Shop braucht mehr als eine Firmenwebsite, und er braucht es unregelmäßig. Der Alltagsbetrieb ist selten das Problem; der Aktionstag ist es.
Die Frage an den Anbieter lautet deshalb nicht „reicht das“, sondern „was passiert bei zehnfacher Last“.
Pflege und Aktualisierungen
Shopsysteme bekommen regelmäßig Sicherheitsaktualisierungen. Bei einem System, das Zahlungsdaten verarbeitet, ist das Einspielen keine Kür.
Ob das im Wartungsvertrag steht oder einzeln abgerechnet wird, macht über drei Jahre einen erheblichen Unterschied.
Produktdaten
Der Posten, der in keinem Angebot steht, weil er beim Kunden anfällt. Bilder, Beschreibungen, Varianten, Preise, Verfügbarkeiten – und das laufend.
Wer das nicht einplant, hat nach dem Start einen fertigen Shop und niemanden, der ihn füllt.
Die Rechnung, die vergleichbar macht
Nehmen Sie beide Angebote und rechnen Sie über drei Jahre: Einrichtung plus 36 Monate Hosting, Erweiterungslizenzen, Pflege und geschätzte Zahlungsgebühren bei Ihrem erwarteten Umsatz.
Nicht selten kehrt sich die Reihenfolge dabei um.